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Ein Schweizer
für
Alle Schweizer

1.5.07
Nun haben wir wieder eine neue Anlaufstelle für alle deutschsprechende Touristen und Ansässigen eröffnet. In der
Naklua Strasse vis a vis "bei Otto" empfangen wir Sie gerne persönlich. Wir haben eine
grosse Auswahl an Services wie zb. Visa Service, Arbeits Bewilligung, Firma Registrierung sowie Ausländer Heirat in Thailand. Ebenfalls vermieten wir Motorräder und betreiben ein kleines Internet Cafe mit "Overseas Calls" in alle Länder.
Tel./Fax: 066 38 371581 oder
über Skype swiss.point. Auch rufen wir Sie unverbindlich und kostenlos zurück nach Europa.

14.12.05
Der schweizer Ballonfahrer
Hans Funk bietet nun auch Ballonfahrten in Pattaya an.
www.pattayaballoon.com
Mobile: 04 0787989

14.12.05
Unsere www.swiss-thai.com
hat den 100sten Besucher. Wir scheinen also doch recht gut anzukommen bei unseren schweizer Freunden in Pattaya - oder vielleicht doch gar schon darüber hinaus ?.
Merci vielmals !

06.12.05
Die Pattaya Immigration ist jetzt endlich umgezogen.
Ihr findet sie nun in der
Jomtien Beach Road, Soi 5.


01.12.05
Unsere www.swiss-thai.com geht nach sehr viel Arbeit endlich online.
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Volunteer Beistand

Haben Sie Probleme mit der Örtlichen Polizei oder möchten Sie einfach Beistand oder Informationen von einem Schweizer der hier über 16 Jahren Ansässig ist?

Ruf an

€ 1.00 / Min.

Ausgabe 08 / April 2005

Ausländer helfen Touristen

Pattayas Volunteers sind jeden Abend in der Walking Street im Einsatz

Pattayas Touristenpolizei hat in den letzten Jahren ein aus Ausländern bestehendes Helferteam aufgebaut.
Die Volunteers sind jeden Abend auf der Walking Street im Süden der Stadt Ansprechpartner für Urlauber aus
aller Welt. Die freiwilligen Helfer
geben Tipps, beantworten Fragen, infor mieren über das thailändische Recht, helfen in Notsituationen und
sind auch als Undercover Agents im Einsatz. Gruppenleiter des inzwischen 15 Ausländer starken Teams ist Chris Zihler.


Vorteile? Keine. Wir bekommen weder Geld noch Sachleistungen. Auch haben wir nicht mehr Rechte
als unsere Landsleute, nur unsere Pflichten.

Ich möchte der thailändischen Gemeinschaft ein wenig von dem zurückgeben, was diese Gesellschaft mir in 15 Jahren vermittelt hat“, begründet Chris sein Engagement. Der Schweizer heisst mit vollem Namen Noël D. Zihler und ist Gruppenleiter der inzwischen 15 ausländischen Volunteers bei der Tourist Police in Pattaya, von denen allerdings nur acht ständig im Einsatz sind.

Jeden Abend zwischen 20.30 und 2 Uhr parkt am Eingang der Walking Street in Südpattaya ein Minibus der Tourist Police. Vor ihm sitzen an einem Tisch mehrere schwarz gekleidete Farang. Ansprechpartner für die Touristen aus aller Welt. Die ehrenamtlichen Helfer der Touristenpolizei kommen aus Deutschland, Schweden, Neuseeland, Frankreich, England, Australien, Dänemark - und eben aus der Schweiz.

Chris ist durch Zufall Volontär geworden. Ein langjähriger Freund hatte ihn vor zwei Jahren angesprochen, ob er nicht mitmachen wollte. Der heute 49-jährige zögerte, willigte aber ein, zumindest die Ausbildung zum Polizei-Helfer zu absolvieren. Den Recherchen der Polizei bei der Immigration und der Schweizer Botschaft folgte ein anstrengender Prüfungstag mit vielen Nachtstunden in Chantaburi. Am 18. Juli 2003 hielt der Eidgenosse das Volunteer-Zertifikat in den Händen.

Der Schweizer Chris lebt seit 1991 in Pattaya und unterstützt seit vier
Jahren die lokale
Touristenpolizei und die
Polizei als ehrenamtlicher
Volunteer

Die Prüfung beinhaltete nicht nur einen Vortrag über Tourismus und das System der thailändischen Tourismusbehörde sowie den üblichen Erste-Hilfe-Lehrgang. Sie hatte auch einen militärischen Teil. „Wir lagen buchstäblich im Dreck“, erinnert sich Chris. Will heissen: Es war wie bei einem Manöver. Die Bewerber mussten Hindernisse überwinden, durch Schlamm robben und einen fünf Kilometer langen Lauf durch den Dschungel absolvieren. Chris spricht fliessend Portugiesisch, Französisch, Englisch, Deutsch und Thai und bringt somit beste kommunikative Voraussetzungen für seine Arbeit mit.

Pattayas freiwillige Helfer sind im Stadtbild leicht zu erkennen: an ihren Uniformen. In der Walking Street tragen sie ein schwarzes Polohemd und eine schwarze Hose, die Mütze zeigt ebenso wie das Hemd das Logo der Touristenpolizei mit der Aufschrift: Tourist Police Volunteer. An einem an der Brust gehefteten Ausweis mit Lichtbild ist der Name abzulesen. Die zweite Uniform, mehr militärisch geschneidert und blau, tragen die Ausländer bei den verschiedenen Festen und Veranstaltungen. Dann sind sie stadtweit im Einsatz.

Beide Uniformen werden nicht von der Polizei gestellt, sie müssen ebenso wie Schuhe, Gürtel mit Handschellen, Lampen und Funkgerät von den Ehrenamtlichen finanziert werden.

Nach seinen Aufgaben befragt, zählt Chris auf: „Wir wollen Brücken bauen, Sprachbarrieren ausräumen, natürlich Fragen beantworten, Touristen mit dem thailändische Recht vertraut machen, in Notsituationen helfen, aber auch aus unserer eigenen Erfahrung heraus wertvolle Tipps zu Land und Leuten und zum Verhalten von Ausländern im Touristenzentrum geben.“

Pattayas Urlauber kommen auch mit ungewöhnlichen Anliegen. „Das war schon lustig. Da standen mehrere junge Leute vor unserem Einsatzwagen und fragten, ob sie gratis Kondome erhalten könnten. Ich habe sie an das staatliche Krankenhaus in Banglamung verwiesen, dort werden wirklich Kondome kostenlos verteilt“, erzählt der Schweizer.

Und mit welchen Problemen kommen Urlauber am häufigsten? Es geht um Overstay, die Überziehung der Aufenthaltsgenehmigung, Kritik an den reduzierten Öffnungszeiten der Bars, auch um Anzeigen nach Diebstahl oder bei Drogendelikten. Nicht selten steht nachts ein blutüberströmter Tourist vor den Volontären: Diese leiten dann gemeinsam mit thailändischen Kollegen die Ermittlungen nach dem Überfall ein und sorgen für den Transport des Verletzten in ein Krankenhaus.

Um Gefahren von Urlaubern abzuwenden, werden Themen wie die steigende Kriminalität und die zunehmende Brutalität in den Gesprächen nicht ausgespart. „Vorrangig sind wir aber Informanten, Helfer und Vermittler“, betont der Schweizer.

Die Kollegen vermitteln bei Geschäften, bei denen sich der Ausländer übervorteilt oder gar über den Tisch gezogen glaubt. Und sie haben die Erfahrung gemacht, dass Farang mit Farang ein Problem eher lösen können, als wenn sich ein thailändischer Kollege einschalten würde.

Der Job als Tourist Police Volunteer ist nicht ohne Risiko. Dann und wann werden die seit vielen Jahren in Pattaya ansässigen Helfer als Undercover Agents eingesetzt. Um Betrüger zu entlarven, Pädophile festzunehmen oder Barbesitzer, die Minderjährige beschäftigen, aus dem Nachtleben zu ziehen. Auf Befehl, nur nach Anweisung eines begleitenden thailändischen Beamten, dürfen die Volontäre bei Verdächtigen eine Leibesvisitation vornehmen und Ausländer festnehmen. Solche Einsätze sind aber nicht der Alltag der Ehrenamtlichen.

Chris an seinem Arbeitsplatz der
ZL Multimedianet an der Soi Country Club
(neuerdings NetVisionAsia an der Naklua Road)

Obwohl die Helfer nur abends in der Walking Street Ansprechpartner sind, können Touristen über die Hotline 1150 rund um die Uhr ihre Sorgen und Probleme vortragen. Bei Verständigungsproblemen mit den thailändischen Beamten der Touristenpolizei sollte der Urlauber um den Rückruf eines Volunteers in seiner Heimatsprache bitten.

Alle Helfer sind in der Stadt fest verwurzelt, die meisten haben eine Familie zu versorgen, ein Work Permit (Arbeitserlaubnis) ist für die Einstellung Voraussetzung. Alle gehen einem Beruf nach.

Chris, geboren in Luzern, aufgewachsen in Zürich und der Ostschweiz, hat bis 1991 Luxusfahrzeuge und Flugzeuge sowie gepanzerte Limousinen vermietet; an VIPs, an Prominente aus Politik, Wirtschaft und dem Showgeschäft. Er hat den deutschen Verleger Axel Springer in der Schweiz ebenso chauffiert wie Phil Collins und Tina Turner. Und er hat das historische Zusammentreffen des amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan mit dem russischen Präsidenten Michail Gorbatschow in Genf aus nächster Nähe miterlebt.

Im Jahre 1991 wollte sich Chris in Pattaya erholen. „Ich habe mich Hals über Kopf in eine Thai verliebt“, berichtet er. In den folgenden Monaten jettete er mehrfach zwischen seinem Heimatland und Bangkok hin und her. „Ich hatte das Gefühl, in der Schweiz im falschen Film zu sein.“ Er entschied sich für Thailand und siedelte nach Pattaya über. Da hatte sich seine Frau, Mutter zweier Kinder, bereits scheiden lassen.

Mit Sprachunterricht über Wasser gehalten

Ein Tourist ist beraubt worden. Der Ausländer schildert dem Schweizer Volunteer vor dem Minibus der Touristenpolizei den Diebstahl und macht eine Anzeige. Die freiwilligen
Helfer sind jede Nacht ab 20.30 Uhr in der Walking Street Ansprechpartner
für Urlauber.

Chris kaufte seiner grossen Liebe eine Boutique. Als seine Freundin nach einem Jahr bei einem Unfall starb, hatte er noch 20 Baht in der Tasche. „Ich konnte jetzt zurück in die Schweiz und bei minus Null oder in Pattaya bei Null einen Anfang wagen.“ Der Eidgenosse blieb in Thailand und hielt sich mit Sprachunterricht über Wasser, bei 150 Baht in der Stunde.

Da das Einkommen vorne und hinten nicht reichte, erinnerte er sich an die vielen Bücher, die er in den Jahren zuvor während der langen Wartezeiten als Chauffeur über Computer gelesen hatte. „Damals, 1992, gab es in Pattaya so gut wie keine Computer.“ Chris besetzte eine Nische, verkaufte Computer und Zubehör, reparierte Geräte, installierte Programme, konfigurierte und beriet Geschäftsleute.

Seit fünf Jahren ist er Besitzer der ZL Multimedianet mit Sitz an der Soi Country Club. Sein Grossraumbüro ist vollgestopft mit IT, mit High-Tech. Chris und seine Mitarbeiter machen Web-Design, Grafik, Werbung, Networking, Support, Consulting und haben eine Multimedia-Show entwickelt, die zum Beispiel auch die Gäste des

Thai Garden Resorts in Nordpattaya auf ihren Fernseh-Schirmen verfolgen können. „Wir erledigen alles, was irgendwie mit Computer, Grafik und Multimedia zu zun hat“, ergänzt der 50-jährige.

Seit Juli 2004 ist der Schweizer mit Sa verheiratet. Sie leben bereits seit acht Jahren zusammen und haben zwei Kinder: Nadine ist sieben Jahre, Sohn Patrick dreineinhalb. Noch wohnt die Familie Noël D. Zihler in einem Haus an der Soi Kao Noi. Doch zwischen IT-Arbeit und Einsatz als Tourist Police Volunteer schmiedet Chris mit seiner Frau Sa Pläne: Im Dezember wird die Familie ihren Neubau in Nong Yai beziehen.

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